Naturheilpraxis Viktoria Kruse - Klassische Homöopathie
Naturheilpraxis Viktoria Kruse - Klassische Homöopathie

Schulmedizin plus Homöopathie – geht das?

26. Juli 2015, Viktoria Kruse:

 

Macht eine parallele schulmedizinische Therapie die homöopathische Behandlung kaputt? Der folgende Beitrag beantwortet die Frage "Schulmedizin plus Homöopathie — geht das?" mit einem klaren „Ja“, indem er drei verschiedene Szenarien durchspielt.

 

Ob die ein oder andere schulmedizinische Behandlung durch Homöopathie sinnvoll ergänzt oder gar ersetzt werden kann, diese Frage löst immer wieder kontroverse Diskussionen aus. Mehrere Szenarien müssen bei der Beurteilung unterschieden werden.

 

Szenario 1: Ein Mensch ist bereits in homöopathischer Behandlung und bekommt aufgrund einer akuten Erkrankung oder einer krassen Verschlimmerung seiner Symptomatik vom Arzt ein schulmedizinisches Medikament verschrieben.

 

Szenario 2: Ein Patient ist in schulmedizinischer Behandlung und überlegt, ob er diese homöopathisch oder anders naturheilkundlich ergänzen oder ersetzen sollte.

 

Szenario 3: Ein Mensch mit einer chronischen Erkrankung wird bereits seit Jahren pharmakologisch behandelt, bekommt also seit langer Zeit schulmedizinische Medikamente, die seine Krankheit (z.B. Rheuma, Asthma, Neurodermitis, chronische Gastritis, etc.) „in Schach“ halten.

 

Szenario 1

Ein Mensch ist bereits in homöopathischer Behandlung und bekommt aufgrund einer akuten Erkrankung oder einer krassen Verschlimmerung seiner Symptomatik vom Arzt ein schulmedizinisches Medikament verschrieben:

Es ist in vielen Fällen möglich, die Behandlung trotz der Verschreibung des Arztes homöopathisch weiterzuführen. Allerdings gibt es Krankheiten, die ein Heilpraktiker per Gesetz nicht behandeln darf. In diesem Falle könnte ich als Homöopathin die Symptome, die den Patienten belasten, begleitend therapieren. Ein rein schulmedizinisch ausgebildeter Arzt hat oft keine andere Möglichkeit als die, etwas zu verschreiben, was in seinem Arzneimittelkatalog angegeben und gegenüber den Kassen abrechnungsfähig ist. Als mündiger Patient oder Elternteil eines Patienten wählt man gegebenenfalls zunächst aber eine schonendere und damit meist naturheilkundliche Behandlung – zum Beispiel die Homöopathie. Wenn dann doch „die Schulmedizin“ übernimmt, weil ein Arztbesuch unvermeidbar war, zum Beispiel um eine schlimme Erkrankung auszuschließen oder weil eine andere neue Erkrankung aufgetreten ist, dann kann die/der HomöopathIn durchaus eine Fortsetzung seiner Therapie oder eine fallbezogene homöopathische Begleitung der schulmedizinischen Therapie verordnen. Allerdings muss auch eingeräumt werden: Viele schulmedizinischen Arzneien haben so starke Wirkungen auf das Gesamtsystem des menschlichen Körpers, dass sie die Erfolgsaussichten einer homöopathischen Therapie schmälern.

 

Szenario 2

Ein Patient ist in schulmedizinischer Behandlung und überlegt, ob er diese homöopathisch oder anders naturheilkundlich ergänzen oder ersetzen sollte:

Bevor auf diese Frage eingegangen wird, möchte ich einige grundsätzliche Gedanken und Beobachtungen loswerden: Die Vergabe von Antibiotika bei in der Regel ungefährlichen Viruserkrankungen (wie zum Beispiel einer „normalen“ Erkältung bei der jeder Mensch seine eigenen Schwachstellen hat – beim einen ist es der Hals, beim anderen die Ohren und beim Dritten die Bronchien, etc…) gehört leider nach wie vor zum Standard schulmedizinischer Behandlung. Unabhängig von Konstitution und Vorgeschichte eines Patienten, ganz einfach, um alle Eventualitäten auszuschließen und um auch rechtlich „auf der sicheren Seite“ zu sein, verschreibt der Arzt ein Antibiotikum. Die schädlichen Nebenwirkungen der Antibiotikagabe (z.B. starke Belastung der Darmflora und damit enorme Schwächung des Immunsystems sowie Bildung von Resistenzen gegen Antibiotika) treten bei dieser Bewertung leider häufig in den Hintergrund. Bekanntermaßen werden Antibiotika zu häufig unnötig verordnet. Bei Mittelohrentzündung ist es in den meisten Fällen bewiesenermaßen der völlig ungeeignete Weg. Viele unkomplizierte Viruserkrankungen lassen sich erfolgreich kurieren, wenn der Patient nötigenfalls mehrmals täglich genau vom Arzt oder Heilpraktiker beobachtet wird, konsequente Bettruhe einhält, einfache Regeln wie viel trinken einhält, einige „Hausmittel“ anwendet und liebevolle Zuwendung und Pflege seiner Nächsten erfährt. Die Krankheit dauert so vielleicht länger, wird aber dafür komplett ausgeheilt, aus der eigenen Kraft des Individuums heraus. Wenn das Immunsystem eine Erkrankung aus eigener Kraft kurieren „darf“, wird es dadurch gestärkt und somit weniger anfällig. Da ich als Heilpraktikerin und Homöopathin andere Behandlungsmöglichkeiten habe als ein rein schulmedizinischer Arzt, werde ich diese selbstverständlich nutzen, sofern sie mir medizinisch angemessen und sinnvoll erscheinen. Es versteht sich von selbst, dass ich dabei immer im Sinne der mir als Heilpraktiker obliegenden Sorgfaltspflicht zu agieren habe. Wichtig ist mir in diesem Zusammenhang: Naturheilkunde nicht um jeden Preis! Wir haben der medizinischen Wissenschaft viel zu verdanken und sind froh, diese im Falle der Notwendigkeit anwenden zu können.

Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren: Hat der Patient nun aber, aus welchen Gründen auch immer, ein allopathisches Medikament eingenommen kann der Behandler parallel oder nachträglich homöopathisch therapieren, ohne dass die schulmedizinische Behandlung abgebrochen wird.  Im Falle einer Antibiotikatherapie wird diese wie verordnet zu Ende geführt und erst im Nachgang homöopathisch behandelt. Verbleibende Symptome und durch das Medikament ausgelöste Nebenwirkungen können so behandelt werden. Die Erfolgsquote ist nach meiner Erfahrung sehr hoch. Die Wirksamkeit einer homöopathischen Behandlung während der Antibiotikatherapie ist fraglich, weshalb sie währenddessen ausgesetzt wird.

Letztlich sind einige der modernen „Volkskrankheiten“ durch übermäßige Einnahme von Arzneimitteln oder gar Arzneimittelmissbrauch erst entstanden und bedürfen einer naturheilkundlichen Therapie, um nicht noch Schlimmeres anzurichten.

 

Szenario 3

Ein Mensch mit einer chronischen Erkrankung wird bereits seit Jahren pharmakologisch behandelt, bekommt also seit langer Zeit schulmedizinische Medikamente, die seine Krankheit (z.B. Rheuma, Asthma, Diabetes, etc.) „in Schach“ halten:

Im Falle einer bereits länger bestehenden schulmedizinschen Behandlung einer chronischen Erkrankung wäre ich äußerst skeptisch, wenn eine Absetzung der Medikation diskutiert wird.

Ich therapiere den Patienten in solchen Fällen zusätzlich homöopathisch und lasse ihn seine Medikamente – wie ärztlich verordnet – weiternehmen.

Verbessern sich die Symptome im Laufe der Behandlung deutlich, so ist es auch für den behandelnden Arzt einleuchtend und selbstverständlich, dass die Medikation reduziert werden kann. Hier sollte ein intensiver Austausch zwischen den Behandlern stattfinden. In vielen Fällen kann während einer solchen Therapie die Einnahme der Medikamente deutlich vermindert oder sogar abgesetzt werden. Immer in Absprache mit dem zuständigen Arzt und zum Besten des Patienten.

 

Fazit: Schulmedizin und Naturheilkunde schließen sich nicht gegenseitig aus. Wünschenswert wäre ein sinnvolles Abwägen der besten Therapieform von beiden Seiten, eine vernünftige Wahl und eine zugewandte Zusammenarbeit mit dem kranken Menschen im Mittelpunkt.

 

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